the origin of any communication - Teil 4

Jörg Land, 26. September 2008

In der letzten Woche behandelte ich an dieser Stelle den Aspekt der ‚communication’ in Bezug auf das addressbook 2.0. Dabei wurde hervorgehoben, dass der Kernnutzen der Zentralisierung und Verzahnung von Kommunikation und Kontakten ‚convenience’ bzw. Komfort ist. Warum aber Komfort so wichtig ist und bislang leider häufig vernachlässigt wird, soll in diesem Beitrag thematisiert werden.
Komfort lässt sich als „die Bequemlichkeit, die auf der Existenz von bestimmten Geräten, Gegenständen oder Einrichtungen beruht“ erklären und weiter: „Eine Einrichtung ist auf Grund ihrer Möglichkeiten und ihrer Ausstattung mit Gegenständen komfortabel, wenn sie dem Menschen Arbeit verringert und ihr Behaglichkeit bietet.“ (WIKIPEDIA o.J.).

Komfort findet man im Status Quo der Kontaktverwaltung und Kommunikation häufig leider nicht in dem eigentlich möglichen Ausmaß wieder. Folgende Punkte sollen diese Aussage verdeutlichen.

1.    Trennung der Kommunikationskanäle
Durch die Trennung der verschiedenen Kommunikationskanäle ist der Nutzer noch immer gezwungen für verschiedene Formen der Kommunikation die Anwendungen zu wechseln bzw. kann die Daten nicht schnittstellenübergreifend nutzen. Beispielhaft sei hier ein vollständiger E-Mailclient mit Synchronisation zum Web genannt. Ich muss hierzu auf dem Handy in eine neue Anwendung gehen und kann diese auch leider nicht mit meinem Telefonbuch nutzen. Dies wird mit hoher Wahrscheinlichkeit von vielen Nutzern aber nicht als komfortabel empfunden. In der nächsten Woche werde ich das Thema ‚convergence’ hier noch näher behandeln.

2.    keine Nutzung vorhandener Informationen
Bislang werden leider recht selten die vorhandenen Informationen, teils auch aufgrund der mangelnden Integration, genutzt, um so die User Experience zu verbessern. Beispielhaft sein hier ein Anruf und eine zu verfassende E-Mail genannt. Warum werden dem Nutzer nicht bei einer E-Mail die Empfänger vorgeschlagen, die für ihn die höchste Relevanz haben und nicht einfach nur ein Adressbuch, das bei A. Ahrens beginnt und bei Z. Zykowski endet? Dasselbe gilt für Gespräche, da auch hier den Nutzer relevante Informationen zu seinem Gesprächspartner interessieren sollten. In der letzen Woche habe ich als Beispiel genannt, dass mir während eines Gespräches das Profil oder die letzten gesandten bzw. empfangenen e-Mails zum entsprechenden Kontakt angezeigt werden.

3.    Sicherheit der Daten
Die Angst, sämtliche Kontaktdaten zu verlieren, wird jeder Mobiltelefonnutzer nachvollziehen können. Warum aber sind die meisten Synchronisationslösungen single purpose Anwendungen, bei denen der Nutzer die Synchronisation selber anstoßen muss, anstatt automatisch im Hintergrund zu funktionieren. Auch ergibt eine Synchronisation erst Sinn, wenn man sämtliche Kontaktdaten an einem Ort pflegt, um so nicht nur Kontaktfragmente zu speichern. Und wenn diese gleich gespeichert werden, dann wäre eine Sicherung der Kommunikationshistorie (z.B. einer E-Mail) selbst auch interessant.

4.    Usability
Durch die Adressierung der oben genannten Probleme besteht die Gefahr eine funktionsüberfrachtete Anwendung zu erstellen. Komfort entsteht aber erst durch eine Reduzierung auf die wirklich mehrwertrelevanten Funktionen, damit die Komplexität der Technik nicht die Nutzung behindert. Ziel sollte es sein, eine schlanke Anwendung zu entwickeln, die sich klar an den Nutzern orientiert und auch die individuellen Besonderheiten des Nutzers berücksichtigt.

convenience

Bei der Entwicklung des cellity Communicators haben wir diese Probleme adressiert, um somit dem Nutzer einen höheren Komfort zu bieten. cellity User werden überall ihre gesamten Kontakte und gesamte Kommunikation nutzen können. Dabei können sie sich auf sichere Daten verlassen und einen hohen Komfort während der Nutzung erleben. In einer Akzeptanz- und Usabilitystudie untersuchen wir derzeit, inwiefern wir unsere gesteckten Ziele auch erreichen bzw. an welchen Details wir noch nacharbeiten müssen, um zum Launch auch die versprochene User Experience bieten zu können.

In der nächsten Woche schreibe ich über das bereits angesprochene Thema der ‚convergence’.

Viele Grüße

Joerg Land

Product - cellity AG

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