the origin of any communication - Teil 2

Jörg Land, 12. September 2008

Jeden Mittwoch schreibe ich an dieser Stelle über das cellity Projekt, um dem Leser so bis zum Launch einen Vorgeschmack auf den neuen cellity Communicator zu geben und die Hintergründe der Entwicklung darzulegen. Diese Woche: connect

In der Konzeptionsphase für dieses Projekt haben wir an einer entscheidenden Weiterentwicklung des cellity Communicators gearbeitet. Die bereits etablierten und erfolgreichen Kommunikationsfeatures sollten um den entscheidenden naechsten Schritt erweitert werden. Dieser Schritt konnte aus unserer Sicht nur in Richtung Kontakte gehen. Ausgangspunkt einer jeden Kommunikation ist schließlich der Kontakt und dieser wird für gewöhnlich mit allen anderen Kontakten im Adressbuch oder Telefonbuch archiviert. Und genau hier haben wir das Problem. Eine einfache Verbesserung des Telefonbuchs reichte uns nicht, denn der statische Charakter des Telefonbuchs würde bestehen bleiben. Ein weiteres Dilemma besteht darin, dass die Kontakte, sofern der User nicht selber Aktualisierungen einpflegt, irgendwann unweigerlich veralten, und dass die meisten Kontakte nur für eine Anwendung erstellt werden (siehe Artikel über ‚convergence’, der am 02.10. hier erscheinen wird). Dieses Problem verschärft sich durch die Kontaktvolatilität eines typischen Users. Folgendes Diagramm stellt dies anschaulich dar: new contacts per year

Auf der Y-Achse finden wir die Anzahl der Neukontakte pro Jahr und auf der X-Achse das Alter. Vor allem nach dem Beenden der Schulzeit gewinnt man viele neue Kontakte hinzu, sei es durch die Ausbildung, Studienbeginn, Auslandsaufenthalt, Umzug in eine neue Stadt, Praktikum oder auch später im Job der Wechsel des Unternehmens. Ich möchte an dieser Stelle nicht die Wertigkeit dieser Neukontakte beurteilen, jedoch wird es für jeden Nutzer wichtig sein, diese Kontakte sicher und systematisiert in seinem Adressbuch zu hinterlegen.

An meinem Beispiel spiegelt sich dies in den verschiedenen Archiven für meine Kontakte wider, die ich im Laufe der Jahre angelegt habe. In meinem Mailaccount habe ich einige Kontakte gespeichert, häufig lediglich Name und E-Mailadresse, die ich im Laufe der Jahre, z.B. auf Reisen oder aus Outlookfrust, dort gespeichert habe. Mein Handy konserviert im Kern die Rufnummern einiger Kontakte. Zum Teil sind die Rufnummern veraltet und es schwebt ständig das Damoklesschwert des Handyverlustes über mir (Ich vermisse seit 4 Jahren ein Sony Ericsson T610 in silber inkl. Kontakte – zuletzt in Hamburg Mitte gesehen. Freue mich über sachdienliche Hinweise). Und seit zwei Jahren begleiten mich Kontakte aus Social Networks, die zwar aktuell sind, aber nur vom Besitzer selber gepflegt werden. Das Problem ist dort, dass sobald Daten oder das gesamte Profil gelöscht werden, die Informationen für mich nicht mehr zugänglich sind. Um es kurz zu machen: ein ziemliches Chaos. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass einige Kontakte mit verschiedenen Details über mehrere Adressarchive verstreut sind, was die Angelegenheit nicht besser macht.

Mit dieser Erkenntnis kamen wir zu dem Schluss das Adressbuch und die Kontakte von Grund auf neu zu entwickeln. Aber wie sollte ein solcher Ansatz aussehen? Würde man die einzelnen Kontakte miteinander verbinden, so wären alte bzw. ungültige Kontakte Geschichte. Jeder User hält seine eigenen Daten auf dem Laufenden und all seine Freunde hätten diese Änderungen gleich in ihrem Adressbuch. Auch müsste ein neues Adressbuch die gewohnten starren Strukturen der einzelnen Felder aufbrechen, neu und flexibler anordnen und userspezifisch editierbar machen, ohne dabei gelernte Muster außer Acht zu lassen. Diese Flexibilität wird auch gebraucht, wenn der Nutzer nur noch ein Adressbuch nutzen will und nicht wie bisher einige Kontakte im Telefonbuch, in Outlook, in Social Networks, im Adressbuch des E-Mailproviders usw. archiviert. Des Weiteren müssen die Datensicherheit und die User Experience im Fokus der Entwicklung stehen.

connect

Die Lösung lässt sich somit wie folgt zusammenfassen und im cellity Communicator wiederfinden:

  1. Konzentration sämtlicher Daten an einem Ort.
  2. Direkter Austausch von Kontaktdaten, so dass Änderungen von Daten auch automatisch bei anderen Nutzern übernommen werden.
  3. Sichere Daten im Sinne von Sicherheit vor Datenverlust und im Sinne von geschütztem Zugriff vor Dritten (siehe Artikel über ‚convenience’, der hier am 25.09. erscheinen wird).
  4. Bequeme und direkte Nutzung der Kontakte und der darauf aufbauenden Kommunikation (siehe Artikel über ‚convenience’, der hier am 25.09. erscheinen wird).
  5. Verknüpfung dieser Daten mit potentiell X weiteren Anwendungen, sofern der User diese auch nutzen möchte (somit bewahren wir stets die Übersichtlichkeit der Anwendung). (siehe Artikel über ‚communicate’, der hier am 18. September erscheinen wird)

Diese Kernaussagen implizieren noch viele weitere Schritte, die wir mit dem cellity Communicator verwirklicht haben und mit dem Launch veröffentlicht werden. Ich freue mich über Kommentare und in der nächsten Woche über ‚communicate’ zu schreiben.

Viele Grüße

Joerg Land

Product – cellity AG

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Tags: keine

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